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AA - Behandlung

Welche Behandlungsarten stehen bei Aplastischer Anämie zur Verfügung?

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ATG – CsA (IST) als Therapieform – Wie sind die Heilungschancen? Was ist während der Therapie zu erwarten?
Knochenmarktransplantaion (KMT) – Wie sind die Heilungschancen? Was ist während der Therapie zu erwarten?
Nach welchen Kriterien sollte zwischen IST und KMT entschieden werden?


Die Aplastische Anämie ist eine schwere Erkrankung, die besonders als schwere bzw. sehr schwere AA umgehend behandelt werden sollte. Als es noch keinerlei Behandlungsmöglichkeiten gab, wurde AA als fatale Krankheit angesehen. Mit Hilfe der Standardbehandlungen - wie weiter unten ausgeführt - sind mittlerweile Heilungserfolge bis zu zwischen 60% - 90% erreichbar. Da jeder Patient unterschiedlich auf eine Behandlung reagiert, ist es in der Regel unmöglich vorherzusagen, wie er individuell auf eine ausgewählte Therapie anspricht – die Statistik zu einer Behandlungsmethode liefert nur Ergebnisse für die Gesamtheit aller gleichartig behandelten Patienten. Der genaue Verlauf einer Behandlung lässt sich daher individuell nicht vorhersagen. Insgesamt nehmen Behandlungserfolge von AA immer noch zu.

Als Standardbehandlung kommt bei AA eine Immunsupressive Therapie (IST) oder eine Transplantation, d.h. Knochenmarktransplantation (BMT) bzw. Stammzellentransplantation (SCT) in Betracht. Auf Alternative Behandlungsarten, d.h. abweichend gegenüber IST bzw. Transplantation wird der Vollständigkeit halber auch Bezug genommen.
Faktoren wie Alter des Patienten, Verfügbarkeit eines passenden, optimalerweise verwandten Spenders, aktuelle Infektionen sowie vorherige Belastungen durch zu viele Transfusionen sollten in die Entscheidung für die Behandlungsform mit einfließen.
Junge Patienten vertragen Transplantationen wesentlich besser als ältere und sind daher seltener mit Komplikationen wie Graft versus Host (GVHD) konfrontiert. Zudem sind sie in geringerem Maße dem Risiko ausgesetzt, im Anschluss an eine IST eine klonale Erkrankung zu erleiden. Älteren Patienten wiederum vertragen u.U. eine IST besser als eine Transplantation, weil letztere schon zu belastend sein kann.

Die Überlebenschancen beider Therapieformen sind derzeit über alle Behandelten gemittelt vergleichbar. Besonders bei Patienten unter 20 Jahren überwiegen die Vorteile einer Transplantation deutlich, während über 20 Jahren bei einer mittelstarken Neutropenie durchaus die Vorteile einer IST überwiegen. Bei Patienten mittleren Alters mit passendem Spender sollten Kriterien wie allgemeiner Gesundheitsstatus, Schwere der Erkrankung und eigene Vorstellungen ausschlaggebend für die Entscheidung sein.

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