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Eculizumab verringert Thrombose bei Patienten mit PNH
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Verfasst am Friday, 15.12.2006 |
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Der Terminale Komplementhemmer Eculizumab verringert Thrombose bei Patienten mit Paroxysmaler Nächtlicher Hämoglobinurie (Peter Hillmen et al aus: American Society of Hematology - 48th Annual Meeting and Exposition)
Lebensbedrohliche Thromboembolien sind die am meisten befürchteten Komplikationen bei Paroxysmaler Nächtlicher Hämoglobinurie (PNH). Die Thromboseneigung bei PNH schließt wahrscheinlich einen Zustand der Hyperkoagulation ein, der bedingt ist durch intravasale Hämolyse beleitet von
der Abnahme Koagulationsregulators Stickoxid sowie der Aktivierung der Plättchen. Ungefähr 45% der Todesfälle bei PNH geht auf Thrombosevorfälle (Thromboembolien) zurück. Thromboembolien ereignen sich häufiger bei
Patienten mit einem größeren PNH-Klon, können jedoch auch bei Patienten mit kleinerem Klon auftreten.
Primäre vorbeugende Antikoagulation kann das Thrombserisiko bei Patienten verringern, obwohl kontrollierte Studien dazu nicht durchgeführt wurden und ein großes Blutungsrisiko (Hämorrhagie) besteht. Eine randomisierte, Placebo kontrollierte, Phase III Studie (TRIUMPH) über 26 Wochen mit dem terminalen Komplementinihibitor Eculizumab hat bei 87 PNH-Patienten erst kürzlich gezeigt,
dass eine ausgeprägte Abnahme der intravasalen Hämolyse und der Transfusionen Roter Blutkörperchen erreicht wurde.
Ein Thrombosevorkommnis wurde mit Placebo beobachtet, keins bei Einnahme von Eculizumab.
Die TRIUMPH Studie wurde nicht durchgeführt, um die Auswirkung von Eculizumab auf Thrombosevorfälle zu untersuchen.
Jedoch wurde die gesamte Rate der Thrombosevorfälle bei mit Eculizumab behandelten Patienten aus der TRIUMPH Studie
und zwei weiteren PNH-Studien einschließlich der anschließenden Erweiterung der Phase III Studie verglichen mit der Rate der Thrombosevorfälle bei den Patienten vor der Behandlung mit Eculizumab. Aus der Patientenakte der 195 Patienten geht hervor, dass sich vor der Behandlung mit Eculizumab insgesamt 126 Thrombosevorfälle ereigneten, wobei 103 Patienten gerinnungsmindernde Mittel nahmen. Während die Raten der Thombosevorfälle vor der Behandlung mit Eculizumab in den drei
Studien unterschiedlich ausfielen, verminderte Eculizumab die Rate in jeder Studie.
Die Rate der Thrombosevorfälle bei Eculizumabbehandlung betrug 1.22 pro 100 Patientenjahren, während sie bei denselben
Patienten vor der Behandlung bei 7.49 (p<0.001) lag, was einer Abnahme von 84% entspricht. Signifikanzanalysen zeigen, dass es sich um einen nachweisbaren Effekt handelt. Mit der Einschränkung, dass die Beobachtung vor der Behandlung auf einen Zeitraum von 12 Monaten unmittelbar vor der Beginn der Studien beschränkt war, wurde die Rate der Thombosevorfälle um 93% von 17.21 auf 1.22 reduziert. Die Rate der Thrombosevorfälle wurde bei der Gruppe der Patienten (63) mit einem Thrombosevorfall vor der Behandlung von 21.95 vor der Behandlung auf 3.42 währenddessen verringert (p<0.001).
Die meisten Thrombosevorfälle vor der Behandlung mit Eculizumab ereigneten sich bei Patienten, die Antikoagulantien einnahmen,
woraus sich mutmaßen läßt, dass eine Antikoagulationstherapie nicht dazu ausreicht, Thrombosen zu vermindern.
Bei 103 Patienten mit Gerinnungshemmern traten 54 Thrombosevorfälle bei 30 Patienten in der Phase vor den Studien über
einen Zeitraum von summiert 385.73 Patientenjahren (d.h. 14 Vorfälle pro 100 Patienten und Jahr) auf, während sich mit Eculizumab bei diesen Patienten keine Vorfälle ereigneten (p<0.001), wodurch gezeigt werden konnte, dass Eculizumab das Risiko
einer Thrombose bei Risikopatienten verringert werden konnte, die mit Gerinnungshemmern behandelt wurden.
Diese Daten weisen nach, dass eine Langzeitbehandlung mit Eculizumab zu einer klinisch und statistisch signifikanten
Verringerung von Thrombosevorfällen bei Patienten mit PNH führt.
(Das Abstract #123 erscheint in Blood, Volume 108, issue 11, November 16, 2006)
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